Wenn Bürgermeister Karsten Eule-Prütz, Gerd Rothaug, Mitglied des Kreistages Elbe-Elster und der Stadtverordnetenversammlung Herzberg sowie die Herzberger Stadtverordneten Jens Ott und Helmut Boche zum gemeinsamen Pressegespräch einladen, stehen wichtige Themen an. Die Presse nahm die Einladung daher dankend an und traf die vier Lokalpolitiker unlängst im Herzberger Ratskeller.

Was Eule-Prütz, Rothaug, Ott und Boche zu sagen hatten, ist für die Stadt Herzberg nicht unbedeutend. Bedauerlicherweise hat sich der CDU-Ortsverband gegen die Kandidatur der bisherigen Abgeordneten Gerd Rothaug, Dirk Ebenroth, Jens Ott und Constanze Mailick ausgesprochen. Damit war klar, dass diese Ihre Tätigkeit auf der Liste der Ländlichen Wählergruppe (LWG) mit Beginn der nächsten Wahlperiode fortsetzen wollen. Eine gute Bereicherung für die politische Arbeit der LWG, so deren Sprecher Helmut Boche. “Man kann durchaus sagen, dass in der Anfangszeit zwischen den Mitgliedern der bisherigen CDU/LWG – Fraktion ein harmonisches und konstruktives Verhältnis herrschte”, betonte Jens Ott. Mit den Diskussionen zum Umzug des Gymnasium in das Gebäude des OSZ kippte die Stimmung jedoch schlagartig. “Seither war die Fraktion zweigeteilt, vertrat nur noch selten eine Meinung”, ergänzte Ott. Im Ergebnis dessen hat es die CDU-Ortsgruppe nun abgelehnt, die bislang für die CDU angetretenen Gerd Rothaug, Dirk Ebenroth, Jens Ott und Constanze Mailick wieder auf die eigene Liste zu setzen. “Prinzipiell hätte für uns nach Ausräumung des Diskrepanzen einer weiteren Zusammenarbeit aber nichts im Wege gestanden”, verdeutlichte Ott. Doch ist zur Zeit eine Neuausrichtung der CDU Ortsgruppe noch nicht erkennbar.

Viele Mitglieder sind enttäuscht und erscheinen nicht mehr zu den Versammlungen.

Christdemokratische Richtlinienkompetenz wurde nicht eingehalten, wie der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Michael Oecknigk schrieb. Leider gab es dazu keine sach- und fachorientierten Gespräche oder Diskussionen. Statt dessen folgten bei so wichtigen Themen wie Gymnasiumsumzug und Doppikeinführung für den Haushalt, Kindergartenplanung, Jugend- u. Seniorenarbeit nur Festlegungen von Oecknigk und seinen Getreuen. In dieser Form der Meinungs- und Entscheidungsbildung sahen die besagten Abgeordneten keine Zukunft für unsere Heimatstadt.

Um sich künftig aber weiter für das Wohl der Stadt und deren Bürger einbringen zu können, entschlossen sich die erwähnten Mitglieder der CDU-Liste, zur nächsten Wahl am 26. Mai auf einer gemeinsamen Liste mit der LWG zu kandidieren. “Unter den 22 Frauen und Männern, die darauf vertreten sind, befinden sich Einwohner der Stadt Herzberg und aller dazugehörigen Ortsteile”, erläuterte Gerd Rothaug, im Gespräch. “Wir konnten zudem Bürgermeister Eule-Prütz als Listenführer gewinnen. Ihn möchten wir in seiner Arbeit unterstützen. Darüber hinaus schaffte es Dirk Ebenroth, mit Prof. Dr. Günter Ebenroth, Patrick Schulze, Dirk Mäthe und Holger Pisk die Kandidatenvielfalt in der Kernstadt deutlich zu erweitern. Primäres Ziel der LWG ist es, den Haushalt zu konsolidieren und spätestens ab 2020 wieder einen ordentlichen Haushalt aufs Papier zu bringen”, so Rothaug weiter. Darüber hinaus möchte man die Situation der Kindergärten verbessern, junge Menschen und die Senioren (z. Bsp. durch ein Jugendparlament und ein Seniorenbeirat) mit in die Gestaltung der Zukunft einbinden. Eigene Ideen hierfür habe man reichlich, betonte Jens Ott. Die könne man in der LWG beraten und sachkundig diskutieren und das Beste für unsere Heimatstadt dann in die SVV einbringen.

Um diese Vorhaben umsetzen zu können, bedarf es nun des Vertrauens der Wähler: Mit deren Kreuz auf Liste 12. Hier sind die Namen der zur LWG gehörenden Männer und Frauen aufgelistet, sowohl bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung als auch für den künftigen Kreistag.